Annuluk

Leipzig, Berlin, Jena Band

B*A*M BEAUTIFUL AND MASSIVE Beautiful And Massive – ein besserer Titel ließe sich für das neue Album von Annuluk kaum finden. Während man auf den beiden vorhergehenden Alben ebenso kunstvoll wie wohlklingend mit komplexer Rhythmik auf weltmusikalischen Pfaden wandelte, auf denen hier und da mal elektronische Klänge aufblitzten. kommt Annuluk auf B*A*M jetzt richtig zur Sache. Annuluk haben sich Schritt für Schritt von einer "weltmusikalischen Band mit elektronischen Elementen" zur einem Projekt das "elektronische Musik mit weltmusikalischen Elementen vereint“. B*A*M ist ein Global Pop/Electro/World Beat-Release modernster Ausprägung. Das neue Album verbindet analoge Instrumente aus allerlei Kulturkreisen mit elektronischer Musik und generiert so eine spannende und mitreißende Klangwelt, in der stilistische Fragmente ineinander schmelzen und eine vielschichtige, kraftvolle Musik bilden. Das Rückgrat des neuen Albums bilden atemberaubend verschraubte, mitunter recht kantig vorantreibende Drumgrooves, begleitet von tiefgründig brodelnden Synthie-Bässen, die selbst knallharten Dubstep-Tracks alle Ehre machen. Kontrastiert wird das Ganze durch Misa’s hypnotischen Gesang, der erkennbar ruhigere Linien in diesen rhythmischen Hexenkessel bringt - und damit das nötige „Beautiful“ dem „Massiven“ gegenüberstellt: Yin und Yang eben. Freilich nicht ohne Power: Denn mitunter lässt es die charismatische Sängerin stimmlich auch ganz schön krachen, um sich enerigisch den Frust von der Seele zu rappen. Kennzeichnend für B*A*M ist außerdem, dass kaum eine Millisekunde vergeht, in der musikalisch nicht irgendetwas passiert – und seien es plötzlich auftauchende, organische Klänge von Instrumenten, die man in einer solchen musikalischen Breitseite kaum erwarten würde. B*A*M ist aber nicht nur massiv, sondern eben auch schön: Erkennbar wird das in melancholisch-versöhnlichen Melodien, etwa bei „Tiritan", oder dem eigenartig wehmütig daherkommenden „Camel Step“. Anspieltipp für B*A*M-Einsteiger und zudem ein echter Tanzflächen-Füller ist das temperamentvolle „Euphoria“ – wie passend. Mit ihrer besonderen Affinität zu High-Quality-Recording (Annuluk nehmen in 88,2 kHz auf, d.h. das Doppelte des CD-Standards) und dem Einsatz von High-End-Technik hat die Band den Hersteller hochwertiger Audioverkabelung Wireworld Cable als Endorsementpartner gewonnen und u.a. für die Fachpublikationen Stereoplay und Lowbeats für Equipmenttests die Soundreferenzen gestellt. Die hohe Produktionsqualität hat Annuluk neben dem Pop- auch ein audiophiles Publikum beschert. Aufgenommen und abgemischt wird die neue Platte beim französischen Team Roy de Rats in Leipzig. Das Mastering übernimmt Jürgen Schröder (u.a. Redakteur bei Stereoplay und beim Low Beat Magazin). Mit beiden hat sich die Zusammenarbeit schon bei den Produktionen für “MalaM” bewährt.

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